Jubiläum für ewl – und Blick in die Zukunft
2026 feiert ewl ein bedeutendes Jubiläum – Anlass für uns, zurückzublicken auf einen reichen Erfahrungsschatz und auf vieles, das wir bereits aufbauen konnten. Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorn: mit Projekten und Engagements, die unsere Region täglich spürbar prägen – von der Wärme über Strom bis zum Biogas.
2025 stand das Luzerner Trinkwasser im Zentrum – mit einem Jubiläum, das die Bedeutung und Geschichte der Wasserversorgung ins Bewusstsein rückte. 2026 folgt ein weiterer Meilenstein: ewl feiert 25 Jahre Eigenständigkeit und blickt auf über 150 Jahre Erfahrung zurück. Dieses besondere Jubiläum wollen wir auch mit der Bevölkerung feiern. Gelegenheit dazu bietet das Jubiläumsfest vom 30. Mai 2026. ewl lädt ein, die faszinierende Welt der Energien zu entdecken – unter anderem mit Besichtigungen der Werke, einer «WOW- Experience» im Roten Haus und einer Erlebnis-Baustelle auf dem ewl Areal. «Wir möchten zurückblicken und uns für das langjährige Vertrauen bedanken. Denn dieses motiviert uns immer wieder, mit innovativen, aber auch herausfordernden Projekten vorwärtszugehen», sagt CEO Patrik Rust.
Alles zum Jubiläum «150 Jahre Erfahrung – 25 Jahre eigenständig»
Wärmenetze für die Energiewende
Zu den wegweisenden Projekten von ewl zählen die Wärmenetze, die laufend ausgebaut werden. Remo Lütolf, Verwaltungsratspräsident von ewl, ist überzeugt: «Mit ihnen leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Wärmewende in der Region.» In Kriens wurde mit dem Ja des Einwohnerrats zum Konzessionsvertrag im November 2025 ein wichtiger Meilenstein erreicht – der Weg für den neuen Wärmeverbund ist frei. Bereits 2026 starten die Bauarbeiten: Die Fernwärmeleitung entlang der Obernauer- und der Hergiswaldstrasse wird gemeinsam mit der geplanten Strassensanierung umgesetzt. Dank dieser Synergien können die Arbeiten effizient umgesetzt werden.
Auch für die erneuerbare Wärme in der Stadt Luzern ist 2026 ein entscheidendes Jahr: Die Konzession für neue thermische Netze wird die Grundlage für die geplanten Wärmeverbünde am linken und rechten Seeufer sowie im Würzenbach schaffen. Parallel dazu schreitet die Planung der See-Energie-Zentralen voran, und im Tribschenquartier wird das Netz weiter ausgebaut. Die Zukunft mit erneuerbarer Wärme wird so Schritt für Schritt Realität.

Erschliessungsleitung für Biogas geplant
«Für eine erfolgreiche Energiewende in der Region Luzern ist es auch wichtig, fossiles Gas nach und nach durch erneuerbares Gas zu ersetzen», sagt Remo Lütolf. Ein bedeutender Schritt ist die Erschliessung der Axpo Kompogas Wauwil AG durch ewl. Die moderne Trockenvergärungsanlage produziert aus lokalen organischen Abfällen wie Grüngut oder Speiseresten hochwertiges Biogas. Damit dieses CO₂-neutrale Gas ins Netz eingespeist werden kann, startet ewl 2026 mit dem Bau einer rund drei Kilometer langen Erschliessungsleitung von der Zollmessstation Mauensee bis zur Anlage im Industriequartier von Wauwil. Geplant ist, dass das Biogas ab Ende 2027 ins lokale Verteilnetz von ewl eingespeist wird. Zudem soll die Wauwiler Champignons AG über die Erschliessungsleitung mit Gas versorgt werden – und so einen Teil ihres Bedarfs mit Biogas decken.
ewl prüft lokales Windkraftprojekt
Neben Wärme und Gas rückt ewl auch Windenergie stärker in den Fokus. Schon heute produzieren wir als Teil verschiedener Gesellschaften in 13 Windparks im In- und Ausland erneuerbaren Strom. Nun bauen wir unser Engagement weiter aus und prüfen in der Gemeinde Schwarzenberg erstmals ein eigenes, lokales Windkraftprojekt. Nach der ersten öffentlichen Information im November 2025 werden die bisherigen Untersuchungen vertieft sowie die Bevölkerung und weitere Interessengruppen in das Projekt miteinbezogen.
«Stromfresser raus»: Förderprogramm für effiziente Haushaltgeräte
Wir engagieren uns nicht nur für erneuerbare Energien, sondern auch für einen sparsamen Umgang mit Energie. 2026 lancieren wir ein regionales Förderprogramm für Haushaltgeräte. Ziel: Raus mit alten Stromfressern. Wer ein altes Gerät durch ein effizientes Modell ersetzt, erhält einen finanziellen Beitrag. Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Topten wollen wir diesen Wechsel einfach und attraktiv gestalten.
Uns ist es ein Anliegen, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur bei der sicheren Versorgung, sondern auch bei der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Mit dem Förderprogramm wollen wir einen spürbaren Beitrag dazu leisten.
Patrik Rust, CEO